REACH und CLP: Die Übergangsfristen

Das Chemikalienrecht REACH trat mit der EG-Verordnung 1906/2007 in Kraft und wird schrittweise eingeführt. Es regelt die Registrierung und Zulassung von Chemikalien ebenso wie die Kommunikation in der Lieferkette. Das Globalisierte Harmonisierte System (GHS) zur Einstufung und Kennzeichnung wurde in Europa mit Vorschriften zur Verpackung kombiniert und unter dem Namen CLP ("Classification, Labelling, Packaging") als EG-Verordnung 1272/2008 umgesetzt.

Beide Verordnungen werden durch weitere Verordnungen aktualisiert, die im Fall von CLP "Anpassungen an den technischen Fortschritt" (ATP) heißen. Derzeit gilt CLP für Stoffe und Gemische auf dem Stand der 9. ATP. REACH gilt auf dem Stand der Verordnung 2015/830, die den Sicherheitsdatenblatt-Anhang aktualisiert. Die zukünftigen Übergangsfristen im Überblick:

  • 1.12.2018: CLP: Die 10. ATP (EG-Verordnung 2017/776) wird für Stoffe und Gemische verpflichtend.
  • 1.12.2019: CLP: Die 11. ATP (EG-Verordnung 2018/669) wird für Stoffe und Gemische verpflichtend. Sie übersetzt die chemischen Namen von Stoffen mit harmonisierten Einstufungen in alle EU-Amtssprachen.
  • 1.5.2020: CLP: Die 13. ATP (EG-Verordnung 2018/1480) wird für Stoffe und Gemische verpflichtend.
  • Die 12. ATP ist noch nicht veröffentlicht und wird CLP an die GHS-Revision 7 anpassen (derzeit GHS-Revision 5).

Für rechtsverbindliche Interpretationen von REACH und CLP sind die  Helpdesks der Länder zuständig. Für Auskünfte steht auch Qualisys gerne zur Verfügung.

> www.qualisys.eu  > Weitere Infos > Europa: REACH/CLP